Der sich wandelnde Nabel der Welt Es sind keine Ortschaften – Abseitsorte, Provinznester, Weltmetropolen –, sondern psychogeografische Stätten. . .
Der einzige Ausweg Ich träume, dass ich in einem großen Streichorchester sitze, auf Stühlen in abgestuften Reihen, so dass die hinterste Reihe einige Meter über der vordersten liegt, in der ich gerade neben einem befreundeten Schriftsteller Platz genommen habe. . .
Unzeitgemässige Betrachtung Seit mehr als einem Jahr steht ein Sack mit alten Kleidern in einer Ecke. . .
Plötzliche Lust auszusteigen Mittlerweile muss ich mindestens sieben Bypass-Operationen durchgeführt haben. . .
Aderlass Zu dem, was Literatur unverzichtbar macht, gehört, nehme ich an, dass ihre Empfindungen ebenso schwer zu lokalisieren wie unmöglich zu leugnen sind. . .
Aufgeladen Was kann literarische Prosa ausrichten, wenn sie ihren Leser*innen nicht unter die Haut geht?. . .
Sand und Unwissenheit Erst als der Umlauf einmal vollständig vollzogen worden ist und ich wieder auf dem Stuhl sitze, auf dem ich die Sphinx von Gizeh entdeckt habe, verlasse ich den Saal. Meine Knie zittern ein wenig, als hätte mich die Bilder leicht aus der Fassung gebracht. . .
Heimkehr Im Laufe der Jahre habe ich entdeckt, dass ich beim Schreiben aus meiner eigenen Haut schlüpfen möchte. . .
Tag für Tag, Knochen für Knochen Seit einigen Jahren trinke ich zwei Gläser Wasser, sobald ich, noch kaum wach, auf den Beinen bin. . .
Wieder und wieder, und immer wie zum ersten Mal Mehr als ein Jahrzehnt ist vergangen, seit der Mann, der sich selbst als »eine Art Biologe« bezeichnete, starb. Fremde wie wir vermögen nicht festzustellen, ob sein Geist das Atelier heimsucht. Dennoch ist alles von Ruhe, Klarheit, Konzentration durchweht. Mit einem Wort: Geistesgegenwart. . .
Alaska Alles, was ich brauchte, war dieser Wunsch, sich von allem und jedem zu lösen, koste es, was es wolle. Ich verband ihn mit der einunddreißigsten Linie des Kompasses, will sagen: mit Nord-Nordwest, sowie mit einem Namen: Alaska. . .
Lieber taub Kürzlich wollte man von mir wissen, ob ich eine ansprechende Utopie in der Literatur nennen könne. Die Frage machte mich verlegen. Die Wahrheit lautet ja, jede einzelne Faser im Körper will fliehen. . .
Fuck, marry, kill Wird es nicht Zeit, fiktive Figuren umzubringen, die in erster Linie existieren, damit das Erzähler-Ich zu Einsichten über sich selbst gelangt und sich als das Beste feiert, das seit der Erfindung der Pomade passiert ist?. . .
Vier Fragen über das mit dem Geld Man muss nicht Marx gelesen haben, um zu wissen: ohne Knete nichts zu futtern. . .