»Mein Lebensmittelpunkt? Die kurze Antwort könnte die ehrlichste sein: der Schreibtisch. Ich betrachte ihn als einen fliegenden Teppich mit vier Beinen. Die Staatsform neigt zur Republik. Aber ich bin sowohl der Alleinherrscher, als auch einziger Bürger. Vielleicht sollte man also eher von aufgeklärtem Despotismus reden. Bedauere, Visen werden nicht ausgestellt.«

– Aus einem Interview in der Neuen Zürcher Zeitung 2015

 

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Aris Fioretos ist schwedischer Schriftsteller griechisch-österreichischer Abstammung. Er wurde in Göteborg geboren und studierte unter anderem in Stockholm und Paris sowie an der Yale University. Sein Debüt beging er 1991 mit dem prosalyrischen Band Delandets bok (Das Buch der Teilung). Danach folgten mehrere Romane, Essays und literaturhistorische Studien. Seine Werke sind in ein Dutzend Sprachen übersetzt worden.

Zwischen der Arbeit an eigenen Texten übersetzt Fioretos die Werke anderer ins Schwedische – zum Beispiel späte Gedichte von Friedrich Hölderlin, englischsprachige Romane von Vladimir Nabokov und Aphorismen von Walter Serner. Er schreibt regelmäßig im Feuilleton der größten schwedischen Tageszeitung Dagens Nyheter und hat eine Reihe von Auszeichnungen erhalten, darunter den Großen Preis der Samfundet De Nio (2013) und den Romanpreis des Schwedischen Rundfunks (2016). Seit 2011 ist er einer der Vize-Präsidenten der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. Auf deutsch erschien im Frühjahr 2013 der Prosaband Die halbe Sonne; im Herbst desselben Jahres folgte Verabredungen, eine Sammlung von Gesprächen zwischen ihm und Durs Grünbein. Sein letzter Roman Mary erscheint auf deutsch im Herbst 2016 und erhielt den Jeanette Schocken Preis der Stadt Bremerhaven 2017. Im Herbst 2017 folgt ein Essay über die Romankunst, Wasser, Gänsehaut.

Fioretos lebt und arbeitet in Berlin und Stockholm.

 

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Diese Webseite präsentiert sämtliche Werke in Buchform sowie eine kleine Auswahl von Texten und Interviews. Die schwedische und die englische Seite enthalten zum Teil Material, das sich auf der deutschen nicht finden lässt.

Foto: © Heike Bogenberger, Erlangen 2016