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Klappentext

Jannis Georgiadis ist der Sohn eines Bauern aus Áno Potamiá. Hier war sein Vater, von einem tauben Gebetsrufer in Smyrna gezeugt, als Kind mit der Mutter auf der Flucht vor den Türken 1923 hängen geblieben. Mitte der sechziger Jahre wird auch Jannnis seine Heimat verlassen. Nachdem er den letzten Stall beim Poker verspielt hat, folgt er seiner Jugendliebe nach Schweden. Im Haus des Arztes Manolis Florinos findet er vorübergehend das Paradies. Er lernt Schlittschuhlaufen, träumt von einem Studium der Hydrologie, um das Bewässerungssystem in Makedonien zu reformieren, und verliebt sich in das schwedische Kindermädchen. Doch als sich, für die junge, emanzipierte Frau viel zu früh, ein Kind einstellt, scheitert nicht nur eine der Zukunftsvisionen des Gastarbeiters.

Aris Fioretos lässt Jannis‘ Geschichte von einem Landsmann und Zeitgenossen erzählen, der sie auf Karteikarten schreibt, vielfältig gebrochen und fragmentiert wie dieses schillernde Leben. Ein großes Leseerebnis, u.a. mit dem Romanpreis des schwedischen Rundfunks 2010 ausgezeichnet.

 

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Aris Fioretos, 1960 in Göteborg geboren, schwedischer Schriftsteller griechich-öterreichischer Herkunft. Für seine Übersetzungen – er übertrug u.a. Paul Auster, Vladimir Nabokov und Walter Serner ins Schwedische – wie für seine eigene Literatur hat er zahlreiche Auszeichnngen erhalten. Zuletzt erschienen die Romane Die Seelensucherin (2000) und Die Wahrheit über Sascha Knisch (2003) sowie bei Hanser Das Maß eines Fußes (Essays, 2008). Im letzten Jahr hat er die erste kommentierte Werkausgabe von Nelly Sachs sowie eine Bildbiographie über die Autorin herausgebracht. Aris Fioretos lebt in Berlin.

 

Paul Berf, 1963 in Frechen bei Köln geboren, studierte Skandinavistik. Er übersetzte u. a. Henning Mankell, Kjell Westö und Selma Lagerlöf. 2005 wurde er mit dem Übersetzerpreis der Schwedischen Akademie ausgezeichnet.

Auszug

HIMMELSSTRASSE. Gründe für Jannis’ Abschied von seinem Heimatdorf gab es viele, den Ausgangspunkt aber bildete ein Ereignis drei Jahre bevor er in den Überlandbus stieg. Mit launischen Winden und überraschenden Niederschlägen war es in jenem Jahr früh Herbst geworden. Eines Nachts stürzte im Stall der Familie das Dach ein. Die Tiere blieben unverletzt, allerdings wurde der Holzkühlschrank, den Jannis übernommen hatte, als der Kaffeehausbesitzer sich endlich einen aus Metall leisten konnte, beschädigt. Mörtel rann in reißenden Schmutzwasserbächen davon, die Plastikplane, die Jannis festnagelte, half nur bedingt. Seine Mutter behauptete, Schuld an dem Unglück seien die Versuche ihres Sohns, die Niederschläge zu disziplinieren, und deutete an, der Kühlschrank habe bei den Wettergöttern den Geduldsfaden reißen lassen. Am Ende war er ihre Litaneien so leid, dass er die örtliche Wahrsagerin aufsuchte. Die alte Frau Poulias schüttelte den Kopf. Vermutlich „spielten“ die höheren Mächte nur, obwohl es sicherlich nicht schaden könne, in alle vier Himmelsrichtungen zu spucken und Beschwörungsformeln zu sprechen. Da Jannis sich nicht auf seine Fähigkeit verlassen mochte, die Mutter oder die Götter gnädig zu stimmen, stellte er den Kühlschrank sicherheitshalber unter den Mandelbaum. Er wollte kein Risiko eingehen. Wenn die Dachbalken nicht wieder aufgerichtet und keine Dachziegel verlegt wurden, würden die Stallwände früher oder später nachgeben.

Deshalb saß er an diesem Freitagmorgen ausnahmsweise an dem filzbezogenen Tisch im kafeníon des Dorfs. Zu seiner Linken thronte Thanassis Tsoulas, der den Weinhandel seines Vaters übernommen hatte und in der näheren Umgebung Land aufkaufte. Ihm wurde eine politische Karriere prophezeit. Zu seiner Rechten saß bárba Pippis, der gerade Wasser in seinen Ouzo goss. Die Prozedur wurde mit der gleichen Umständlichkeit ausgeführt, die seine Kunden im Lebensmittelgeschäft meckern ließ, die Waren würden schon vergammeln, noch ehe der Alte kassiert habe. Ihnen gegenüber hielten die beiden Bulgaren des Dorfs abwechselnd die Karten. Eines Frühlingstages hatten sie mit irren Augen, aber wild entschlossen, auf dem Marktplatz gestanden. Wie es ihnen gelungen war, über die Grenze zu kommen, konnte sich niemand erklären, am allerwenigsten sie selbst. Wahrscheinlich hatten sie die Berge an einer Stelle überquert, an der dem Vernehmen nach selbst Ziegen nicht mehr weiterkamen. Seither wurden Vasil und Bogdan von Tsoulas, der als Einziger das nötige Geld hatte, um ihre Fertigkeiten zu nutzen, wie Vieh behandelt. Ihr Lohn reichte mit knapper Not für Lebensmittel und Zigaretten. Zum Ausgleich durften sie sich das Motorrad des Weinhändlers ausleihen, ein ehemaliges Militärfahrzeug, mit dem sie Ouzo und Tabak in ihr Heimatland schmuggelten. Ihrer Verzweiflung nach zu urteilen lief der Handel jedoch nicht so schwunghaft wie gewünscht, denn nun wollten die beiden ihr Einkommen mit den Karten erhöhen und verspielten es dabei. Irgendetwas in Jannis schreckte davor zurück, dem Blick dieser Männer zu begegnen – nicht weil sie anders waren, das waren sie abgesehen von Sprache und Zahnpflege nicht, sondern weil es schmerzlich war, das Zügellose in ihren Augen zu sehen. Tsoulas, der gegen Mitleid immun zu sein schien, meinte dagegen, mitgefangen, mitgehangen, das gelte auch, wenn man Bulgare sei, während bárba Pippis keinen Ton über seine Lippen so dünn wie Piniennadeln brachte. Jannis selbst empfand Scham, was ausnahmsweise ein produktives Gefühl war an diesem Morgen, denn es hinderte ihn daran, zu überdenken, was er da eigentlich machte.

Es war kurz nach fünf. Die Männer spielten seit mittlerweile sechsunddreißig Stunden. Die Luft war metallisch, die Gesichter von Alkohol und Schlafmangel blass. Am Mittwoch hatte man mit frisch gedrehten Zigaretten und sauberen Hemden begonnen. Am Tag darauf hatte man erst eine Pause für ein Frühstück und danach für das Mittagessen und die Siesta weitere Pausen eingelegt. Bei letzterer verschwand einer der Bulgaren. Als er zurückkehrte – frisch rasiert, in einer Wolke aus Old Spice –, legte er eine Schachtel Zigaretten auf den Tisch und steckte gleichzeitig etwas in die Tasche seines Freundes. Die Mitspieler nahmen an, dass es sich um die letzten Geldreserven der Männer handelte. Wahrscheinlich hatten sie das Geld in einer Büchse in irgendeiner Felsspalte versteckt. Am Abend machte man erneut eine Pause, diesmal, weil Stella Stefanopoulos mit ihrem neugeborenen Kind ihren Bruder besuchte. Sie wohnte inzwischen in Achladochóri. Wer an den Säugling heran kam, kniff das Kind in die Wange und sprach Glückwünsche aus. Nur Jannis schwieg, vor allem als Stella durchblicken ließ, dass sie nicht verstand, warum er sich in einem Kaffeehaus befand und nicht bei Efi…

Die Zeit ging und verging und schließlich war es Viertel nach fünf. Von der summenden Neonröhre abgesehen herrschte Grabesstille. Jannis hatte verhältnismäßig sicher und vorsichtig gespielt und verhältnismäßig sicher und vorsichtig verloren. Trotzdem hatte er einen Rückstand von hundert Streichhölzern. Mit einem hohen Einsatz würde sich der Verlust ausgleichen lassen, mit einem echten Gewinn war nicht mehr zu rechnen. Obwohl schon zwanzig, dreißig Hölzchen die verrückten Hoffnungen aufwiegen würden, die ihn dazu verleitet hatten, an diesem Tisch Platz zu nehmen. Er wusste, dass sich das Wetter nicht bändigen ließ, aber mit einer ordentlichen Plane, finanziert durch einen passenden Spielgewinn, würde das vielleicht auch gar nicht nötig sein.

Vorsichtig hob er die Karten an. Seit Stella sich wieder aufgemacht hatte, war er zum ersten Mal überzeugt, das Richtige getan zu haben, indem er sitzen blieb. Er spürte, wie das Blut in seinen Adern bebte und zu kitzeln begann. Sein Brustkorb weitete sich, die Oberschenkelmuskeln spannten sich maskulin an. Pik sieben, Pik fünf, Kreuz zwei, Pik vier und… Pik sechs. Fast eine perfekte Straße. Mit etwas Beistand vom Glück, das anderweitig beschäftigt gewesen war, als er dreißig Streichhölzer mit nahezu todsicheren Karten verlor, würde er die begehrenswerte acht bekommen. Jannis schob fünf Streichhölzer in die Mitte und bat um eine Karte. Bárba Pippis hielt drei Finger hoch, Vasil warf auf Anraten Bogdans alle Karten von sich und zeigte mit gespreizter Hand an, was die Männer brauchten. Tsoulas begnügte sich mit drei. Vermutlich hatte er genau wie der stumme Alte ein Paar auf der Hand. Jannis streckte die Arme über den Kopf. Seine Augen schmerzten, die Luft schien von einer Kuh wiedergekäut worden zu sein. Trotzdem fühlte er sich sicher, fast leichtsinnig: Sämtliche Fasern in seinem Körper verkündeten, dass er die Acht bekommen würde.

Vielleicht flößte der Alkohol ihm diesen Glauben ein, vielleicht auch Stella, die wehmütig gelächelt hatte, als er ihren Blick suchte. Auch wenn er normalerweise nicht trank, nippte er doch an seinem Ouzo, der regelmäßig aufgefüllt wurde. Ein paar Spritzer Wasser verwandelten die Flüssigkeit in eine weniger gefährliche Wolke. Inzwischen waren ansehnliche Mengen Alkohol in seinem Körper gelandet. Leichtfertige Träume schwammen auf der schimmernden Flüssigkeit. Aber Jannis konnte kaum damit rechnen, dass seine Inspiration ewig währte. Schon bald würden sich die Träume erneut in Gelatine verwandeln und er tun, was er tun wollte, seit Tsoulas ihm erklärt hatte, die makedonischen Berge lehrten ihre Bewohner, kein Erbarmen zu zeigen: die Knie an die Brust ziehen und sich in sich selbst kehren. Noch lag er jedoch zurück und konnte nur die Flucht nach vorn antreten, in die unkontrollierbare Welt hinein und in der Hoffnung, wieder den festen Boden unter den Füßen zu finden, den er anderthalb Tage zuvor aufgegeben hatte. Seit Stella sich wieder aufgemacht hatte, spielte er deshalb schroff und entschlossen, in Erwartung eines Blatts, das sich nur einstellen würde, wenn er den Erwartungen trotzte. Und nun schien es endlich da zu sein. Er benötigte nur noch eine Pik acht. Wie groß war das Risiko, dass ein anderer eine höhere Straße in einer Farbe bekommen würde? Mit Sicherheit kleiner, als dass jemand auf allen Assen saß.

Er fächerte seine Karten auf und bekommen hatte er – Kreuz sieben. Auf der Uhr, die weiter getickt hatte, war es jetzt 5.23. Der Geist wankte, der Hals schmerzte. Zwei Siebenen waren kein starkes Paar, auch wenn Tsoulas mehrere Runden mit schlechteren Karten gewonnen hatte. Mit etwas Glück würde er einen Drilling bekommen. Die Wahrscheinlichkeit, die Pik acht zu erhalten, war sicherlich geringer. Jannis schielte zu dem Lebensmittelhändler hinüber, der einen knochigen Zeigefinger hochhielt. Er war alt und verschlagen, ein echter Spieler (gest. 1973 an den Folgen einer nicht behandelten Parkinsonschen Krankheit). Wahrscheinlich hatte er zwei Paar auf der Hand. Von einem Ohr zum anderen grinsend machte Vasil das Victory-Zeichen. Hatte er einen Drilling? Oder etwa den Anfang einer Straße? Auch Tsoulas wünschte zwei neue Karten. Der Gesamteinsatz wuchs. Bárba Pippis lag einige Hölzer im Plus, die Bulgaren hatten zweihundert verloren, nur der Weinhändler schien gegen Niederlagen gefeit zu sein. Jannis schob die Hälfte der ihm verbliebenen Hölzer in die Mitte. „Eine, bitte.“

Während die anderen ihre Einsätze machten, studierte er ihre Gesichter. Tsoulas’ war vor lauter Erfolg feist und aufgekratzt, die der Bulgaren waren abgezehrt im Stile von Heiligen oder Irren, während man bárba Pippis’ benutzen konnte, um Schuhe neu zu besohlen. Jannis spreizte seinen Federschweif. Es war 5:29, als ihn ein unheilverkündendes Gefühl durchzuckte. Wenn er nun nicht gewann. Dann sah er Pik sieben, Pik sechs und Pik fünf ins Blickfeld gleiten, danach Pik vier… Als sein Daumen die letzte Karte freirieb, erkannte er, dass er noch ein Pik auf der Hand hielt. Und nicht irgendeins. Um 5.30 hatte er eine richtige Straße. Sie führte zwar nicht bis in den Himmel der Engel oder Asse, aber mit der Acht an der Spitze würde sein Blatt schwer zu schlagen sein. Die zwei Paare des alten Knackers schafften das ebenso wenig wie die Drillinge von Tsoulas oder den Bulgaren. Selbst wenn jeder von ihnen ein Haus bekam, hatte keiner ein besseres Blatt. Seine schwarze Straße würde ihm helfen, ein neues Dach zu decken. Die Acht an ihrer Spitze würde die Tiere seiner Familie geraume Zeit, vielleicht sogar bis in alle Ewigkeit schützen.

Jannis horchte in sich hinein, ob sein Gesicht die Erregung verriet. Er glaubte es nicht. Er war viel zu müde, um nervös zu wirken, und im Übrigen waren seine Mitspieler mit ihren Blättern beschäftigt. Bárba Pippis sann über seine Karten nach, als wäre er unfähig zu entscheiden, was sie darstellten, und richtete seinen wässrigen Blick anschließend nach vorn. Er sah niedergeschlagen aus. Tsoulas bat Stefanopoulos, der schräg hinter ihm saß und die Nacht hindurch abwechselnd geschnarcht und Fragen zu seiner Schwester beantwortet hatte, um eine neue Runde kalamária. Bedeutete die Bestellung, dass der mächtigste Mann des Dorfs am Ende doch unruhig geworden war? Versuchte er ein starkes Blatt zu verbergen oder nur zu bluffen? (An dieser Stelle erscheint es angebracht, das Gesicht des Weinhändlers zu beschreiben: Es war groß und rot und zwischen zwei Ohren wie Walnüsse gepresst. Die gewellten Haare verliehen ihm jedoch einen zwar weichen, aber männlichen Zug, der Frauen ins Auge zu stechen pflegte, und seine vollen Lippen waren unverkennbar sinnlich.) Vasil grimassierte und zischelte Bogdan etwas zu. Wie auf Kommando klopften sie mit ihren Gläsern auf den Tisch und leerten sie. Jannis ahnte, dass sie einen Drilling, vielleicht sogar ein Haus hatten, und jegliche Vorsicht fahren lassen wollten. Er bedauerte, dass er die beiden ruinieren würde, aber kein Erfolg ohne Opfer. Der Moment war gekommen, in dem sich das Glück wenden würde.

Nun galt es, das Tempo herauszunehmen, bis die Konzentration der anderen nachließ und sie unvorsichtig wurden. Sonst würden die Einsätze zu schnell anziehen und er nicht mehr mithalten können. Vasil zündete sich eine Zigarette an und schob mit halb geschlossenen Augen zehn Hölzer nach vorn. Tsoulas bekam seine gebratenen Tintenfische, stopfte sich einen Tentakel in den Mund und erklärte, wobei das Ende zwischen glänzenden Lippen wippte, endlich komme Bewegung in die Sache. Bárba Pippis betrachtete den Rücken seiner Karten. Jede von ihnen schmückte der weiße Turm von Thessaloniki – eine massenhafte Wiederholung von Perfektion. Ruhig zählte er zehn Hölzer ab, dann nochmals zehn und schob sie in die Mitte. Genauso niedergeschlagen wie zuvor. Wenn man sehen wollte, waren nun zwanzig erforderlich. „Gamó tin pána…“ Tsoulas schluckte den Rest des Fluchs hinunter, wischte sich den Mund ab und ging mit. Die Bulgaren überlegten in einem Idiom voll harter Kanten und weicher Wölbungen. Man sah, dass Vasil setzen wollte. Er hatte diesen Jetzt-oder-nie-Blick, den Jannis im Zaum zu halten hoffte. Aber Bogdan nahm ihm die Karten aus der Hand und warf sie fort. Unser Held betrachtete die ihm verbliebenen Hölzer, unter denen sich ein alter Fleck ausbreitete. So lange er sie auch anstarrte, es waren nicht mehr als sieben. Irgendjemand murmelte etwas. Da hatte er das beste Blatt in anderthalb Tagen auf der Hand, und jetzt fehlte es ihm am… „Ich sagte“, wiederholte Tsoulas, „dass du dir jederzeit Geld leihen kannst.“ Jannis blickte auf. „Mit welchem Pfand? Die Ziegen sind unverkäuflich. Die Hühner auch.“ Das Gesicht des Weinhändlers war mittlerweile rosa und weiß, seine Ohren waren wirklich absurd klein. „Hühner? Ziegen? Nicht einmal unsere bulgarischen Freunde würden die Viecher bespringen wollen. Nein, mein Lieber, die darfst du behalten.“ Er lachte melodisch. „Ich hatte an etwas anderes gedacht.“

Jannis sortierte seine Alternativen nach bestem Wissen und Gewissen. Wenn er passte, würde er hundertzehn Streichhölzer Verlust machen, ohne die Chance zu haben, sich das Verlorene zurückzuholen. Und ohne die Chance, ein neues Dach zu decken. Wenn er sich von Tsoulas etwas lieh und nicht gewann, würde er hundertdreißig Verlust machen – und nicht nur das Dach, sondern auch seine Ehre an den einzigen Menschen im Dorf verlieren, dem er nichts schuldig sein wollte. Er überlegte. Die Tiere konnte er nicht setzen, der beschädigte Kühlschrank war nicht viel wert. „Der Stall?“, murmelte er plötzlich, von seiner eigenen Stimme überrumpelt. Der Weinhändler grunzte, er suchte gerade nach Zigaretten. „Ich habe gesagt, dass ich mir etwas leihe und den Stall dafür einsetze“, wiederholte Jannis, der seiner Stimme immer noch nicht traute. Im gleichen Moment erkannte er jedoch, was sie sagte, und dachte, dass er dabei war, etwas zu tun, was nicht sein durfte. Welcher kranke Dämon flüsterte ihm ein, das zu setzen, was er retten wollte? Welcher böse Geist verleitete ihn, auf Tsoulas zu hören? Zwar konnte er unterhalb des Felds einen neuen Stall bauen, wenn er den alten verlor – auch wenn dieser schräg sein müsste, da die Böschung abschüssig war. Aber er hatte weder das Recht noch die Mittel zu tun, was seine Stimme versprach. Nicht, wenn man bedachte, was zwischen ihm und dem Weinhändler vorgefallen war, nicht, wenn man an Efi dachte.

 Als Jannis Tsoulas mit der Zigarette nesteln sah, die Bogdan ihm reichte, wusste er jedoch, dass er nicht verlieren würde. Worte würden Worte bleiben. Jeder sah, der Dorfbonze versuchte zu überspielen, dass er schlechte Karten hatte. „Du meinst Petridis’ alten Schuppen?“, sagte er, als der Tabak brannte. Bárba Pippis verzog die Lippen, die Bulgaren verstanden kein Wort. „Du liegst, wie viele, hundert, hundertzehn Streichhölzer hinten? Und zum Sehen brauchst du jetzt zwanzig. Bist du sicher, dass du nicht lieber dafür bezahlen solltest, die Bruchbude loszuwerden?“ „Thanassis, allein das Land, auf dem er steht, ist schon mehr wert.“ „Entáxi, entáxi…“ Der Weinhändler hielt die Hände hoch. „Wenn bárba Pippis mit dem Darlehen einverstanden ist, werde ich dich nicht hindern. Du wirst schon wissen, was du tust. Aber das Feld ist inbegriffen.“ „Das Feld?“ „Das Feld.“ Jannis war so müde und aufgewühlt und außer sich – kurzum: so wenig Jannis –, dass er bloß nicken konnte. Der Lebensmittelhändler zuckte mit den Schultern. „Du leihst dir diese Hölzchen hier also gegen Stall und Feld. Die Tiere darfst du behalten. Wir sind keine Blutsauger. Dann zeig uns mal deine Karten.“

Jannis spürte, dass sich die Erleichterung in seinem Körper wie Äther verflüchtigte. Das Risiko war so groß und irrsinnig, dass er einfach nicht verlieren konnte. In keinem Dorf, keinem Land und keiner Welt verlor man mit einer Straße wie dieser. Ein letztes Mal betrachtete er die hübsche Pikreihe, dann breitete er seinen Trauerflor auf dem Filz aus. „Zum Teufel auch“, zischte Tsoulas, der offenbar geglaubt hatte, dass Jannis bluffte. „Eine Straße in einer Farbe mit der Acht als höchster Karte. Die führt geradewegs zu unserem Herrgott, nehme ich an.“ Er warf seine Karten von sich. „Nur ein Haus.“ Bogdan seufzte und griff sich in den Schritt, Vasil sagte etwas Unverständliches. Auch wenn die Griechen ihre Sprache nicht verstanden, lasen sie doch die Resignation in den Gesichtern der Bulgaren. Langsam löste sich Jannis’ Herz aus den Fugen. Es würde klappen, es würde klappen…

Dann merkten alle, dass noch ein Blatt ausstand. Nach und nach richteten sich die Blicke auf bárba Pippis. Stefanopoulos stand mit einem Handtuch in den Händen reglos hinter der Theke, draußen dämmerte es. Einzelne Hähne und Esel ließen sich vernehmen, ein Hund verjagte auf dem Marktplatz die letzten Gespenster. Der Lebensmittelhändler legte umständlich die Karten auf den Tisch. Noch lag der seriengefertigte Turm oben, dann drehte er sie um – aber so bedächtig, dass zwischen jeder Offenbarung ein Jahrhundert Platz fand. Herz acht. Herz neun. Herz zehn. Herz Bube… Mit jedem neuen Jahrhundert nahm Jannis’ Übelkeit zu. Das konnte, das durfte nicht wahr sein. Entweder hatte der Alte auch eine Straße, und wenn dem so war, würde Jannis sich nie wieder auf Zufall oder Wahrscheinlichkeit verlassen, oder er hatte Schrottkarten und wollte ihn nur ärgern, indem er es spannend machte. Als Papastratos zur letzten Karte kam, legte er seine sehnige Hand darauf. Herz Dame, lieber Gott, lass es keine Herz Dame sein. Aber die Mächte waren nicht auf Jannis’ Seite, weder an diesem Morgen noch im späteren Leben. Der Lebensmittelhändler räusperte sich. „Palikári mou, du wirst eine Weile deine Spucke sparen müssen“ – was mindestens zehn Worte mehr waren, als man ihn jemals hatte sagen hören. Als er die Hand hob, lächelte die Herz Dame alle und keinen an.

Hier müssen wir uns ein einstürzendes Himmelreich, schwarzen, peitschenden Regen und heulende Dämonen in pikverzierten Trikots vorstellen, die durch den Spalt hinaus wirbeln, gejagt von Blondinen in herzförmigen Rüstungen. Denn das einzige, was man im Kaffeehaus von Stefanopoulos hörte, war das Klirren von Gläsern und Kaffeetassen, die der Besitzer einzusammeln begann. Es war 5:43, als er die Zigarrenkiste mit den Tentakeln in seinen neuen Kühlschrank zurückstellte, ein riesiges Metallding mit zierlichen Füßen, die Löwentatzen nachempfunden sein sollten.

Ein weiteres Jahrhundert verstrich, grau wie Blei. Schließlich erkundigte sich der Wirt, ob er die Unterkiefer der Männer vom Fußboden aufsammeln solle. Der Lebensmittelhändler gewann als Erster die Bewegungsfähigkeit zurück. Sachlich begann er, seinen Gewinn zu zählen. Die Bulgaren schauten sich um, vielleicht wussten sie nicht recht, wo sie waren. Der eine – der mit den Plomben aus Blech – ließ seine Finger knacken. Der andere sah nach, ob das, was sein Freund ihm in die Tasche gesteckt hatte, noch darin war. Anschließend gingen die beiden, ohne sich zu verabschieden und ohne die Tür zu schließen, und vom nächsten Tag an gehörten nicht nur ihre Muskeln Tsoulas. Der Weinhändler blieb sitzen. „Jánni mou, Jánni mou“, murmelte er, sein gewaltiges Haupt schüttelnd, „wo sollen deine Tiere denn jetzt schlafen?“ Jannis selbst bestand aus einem einzigen großen und zerstörten Organ: dem Gehirn. In ihm gingen hunderte Pferde in tausende Richtungen durch. Die Übelkeit wallte aus den Gedärmen bis in den Hals hoch. Er wusste, wenn er sich nicht konzentrierte, würde er sich zum Klang von Walküren in gestrecktem Galopp übergeben. Er schlug sich auf die Wangen, als wollte er sich wecken, er presste die Knöchel auf den alten Fleck und stand auf. Nie wieder würde er sich auf gute Karten verlassen. Nie wieder würde er einen filzbezogenen Tisch besuchen. Es handelte sich übrigens um das Möbelstück, auf dem seine Großmutter in ihrer ersten Nacht im Dorf vierzig Jahre zuvor geschlafen hatte. Sein Vater im Übrigen auch.

Als es Jannis gelungen war, die Tür zu schließen, gab er sein Bestes, um Luft zu bekommen. Die Augen waren rot, die Kopfhaut juckte, die Kleider stanken. Er fühlte sich elend, gedemütigt, am Boden zerstört. Aber vor allem hatte er das Gefühl, in die falsche Welt hineingeboren worden zu sein. Zum falschen Zeitpunkt. Wie konnte er nur so ein Idiot sein? Hatte er wirklich geglaubt, er würde gewinnen? Und warum hatte er das Feld ausgerechnet in Tsoulas’ Hände gelegt? Er schlug sich vor die Brust, um sich zu vergewissern, dass sie noch da war. Auf der anderen Seite des Marktplatzes hörte man Hufe klappern. Ein Mann verschwand mit Maultier und Gepäck seitwärts aus dem Dorf. In der Ferne röhrte Gourgouras’ Traktor. Jannis’ Gehirn war verwüstet. Nach einer Weile stellte die Morgenluft jedoch eine gewisse Ordnung her. So erkannte er, dass es Handlungen gab, die sich nicht ungeschehen machen ließen. So erkannte er, dass Dusel und Glück nichts mit dem Leben zu tun hatten. So erkannte er, dass er seine Scham herunterschlucken und sich bei seinen Freunden in Neochóri melden musste. Die Pokerpartie hatte ihn diese simple Wahrheit gelehrt: Straßen führten in zwei Richtungen.

 

WARUM DIE FREUNDE IN NEOCHÓRI? Das Nachbardorf lag dreihundert Meter niedriger über dem Meeresspiegel. Sowie sieben Kilometer entfernt. Dort gab es einen schweigsamen Postmeister, der überall behaart war, nur nicht auf dem Kopf. Die krausen Haare wuchsen ihm bis zu den Fingerknöcheln hinunter und zu den Schulterblättern hinauf, über die Fesseln rund und um die Hüftknochen, aus den Nasenlöchern und in die Ohrmuscheln. Wenn er sich morgens und nachmittags rasierte, immer zwei Mal, um auf der sicheren Seite zu sein, schimmerte die Haut bleiblass zwischen den Wirbeln in der Kragenöffnung und dem Rußrand entlang der Wangenknochen – als hätte er Wangen und Kinn sauber gepflügt, gegen die restliche Vegetation jedoch nichts ausrichten können. Allen, auch ihm selbst, war es ein Rätsel, dass die engelsgleichen Locken, die seinen Kopf in der Jugend geziert hatten, schlagartig im Alter von zwanzig Jahre von einem Haarwuchs ersetzt wurden, über den seine Gattin niemals ein Wort verlor, den sie jedoch gelegentlich mit der flachen Hand streichelte, nachdem sie insgeheim auf ihre Finger gespuckt hatte, weil es sie beunruhigte, dass sich die wenigen übriggeblieben Haare mit solch schändlicher Sinnlichkeit aufrichteten.

Soula wusste, dass Evangelos nicht nur ihr Cousin war, sondern auch ein wollüstiges Wesen mit Händen und Lippen, weicher als die Haut eines Pfirsichs. Aber sie fand, dass andere Frauen dies nicht unbedingt erfahren mussten. Sollten sie ruhig aus seinem kahlen Schädel, seiner Schwerhörigkeit und der zerstreuten Art die falschen Schlüsse ziehen. Sollten sie doch glauben, dass er eine Wünschelrute brauchte, um die feuchten Regionen zu finden. Wenn sie ihren Mann hinter dem mattglasigen Posthorn im Fenster, mit aufgeknöpftem Hemd und in Gedanken verloren sah, lächelte sie in sich hinein. Ihr Liebesaffe wusste nicht, wie weich ihre Lenden allein schon davon wurden, ihn nur zu sehen. Es reichte, dass er aufblickte, um die Hitze in ihrem Unterleib entflammen und zur einzigen Sonne werden zu lassen, die diesen Namen verdient hatte.

Soulas’ Liebe zu dem Mann, den sie in den vier Wänden des Schlafzimmers ihren „Liebesaffen“ nannte, weil seine Hände die Fähigkeit hatten, überall gleichzeitig zu sein, diese wirklich allerorten gegenwärtige Liebe hatte dem Paar zwei Kinder geschenkt – das eine mit cherubimischen Locken auf einem Kopf mit ungewöhnlich großen Ohren und dem jünglinghaften Körper eines dänischen Prinzen, das andere mit vollkommen glatten und glänzenden Haaren, die auch auf der Innenseite der Waden wuchsen und von dem Mädchen entfernt wurden, zu welchem Zweck es unter größter Geheimhaltung Kirchenkerzen auf dem Herd schmolz. Kostas und Efi hießen die Kinder und waren zufällig Jannis’ beste (einzige) Freunde im Nachbardorf. Mit ihnen war er zur Schule gegangen, so lange es währte, mit ihnen hatte er die Art Geheimnisse ausgetauscht, die einen Menschen auf der Schwelle zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt beschäftigen, mit ihnen hatte er die einzige Frage diskutiert, die halbwüchsige Makedonier neben der Wehrpflicht und dem anderen Geschlecht interessierte: Sollte man bei Vieh und Tabak bleiben, nachdem man aus der Armee entlassen worden war, oder irgendwohin ziehen, wo es glänzende Autos und Stechuhren gab, die anderen Gesetzen als dem Wechsel der Jahreszeiten folgten?

Zunächst hatte Efi und später dann auch Kostas begonnen, regelmäßig den Bus aus den Bergen und in die Stadt zu nehmen. Und schon bald würden beide es für immer tun. Ihre Motive waren unterschiedlich – sie litt an chronischer Arthrose, er träumte von der Literatur –, aber das beeinflusste Jannis nicht. Wenn er der Postkarte Glauben schenken durfte, die Kostas ihm gezeigt hatte und die der Bruder ihres alten Lehrers aus einem Land geschickt hatte, das „so weit nördlich liegt, wie ein Grieche nur reisen kann und trotzdem noch in Sichtweite der Karte bleibt“, gab es dort eine schwer auszusprechende Stadt mit einer orthopädischen Klinik und Chirurgen, die wussten, was sie taten. Dorthin wollte die Schwester kurz nach Weihnachten reisen. Und eines Tages auch Kostas – sobald er die zwei Jahre in Uniform an der Grenze zur Türkei absolviert hatte. Nach den Stunden an jenem Tisch mit dem grünen Filz ahnte Jannis, dass er eines Tages gezwungen sein würde, ihnen zu folgen.

Bevor die Männer der Pokerrunde aufbrachen, hatte Tsoulas ihm zwei Wochen Frist gegeben. Er brauche das Feld erst nach Neujahr. Jannis hatte gehört, dass Kostas Heimaturlaub hatte, und beschloss, ihn um Hilfe zu bitten. Mit etwas Glück würde der Freund ihm nicht nur Geld leihen, sondern auch mehr über das Land erzählen können, in dem seine Schwester operiert werden sollte, wo es Stechuhren und ein dickes Kuvert am Ende der Woche gab, wo möglicherweise Schnee, aber niemals Kartenspiele Probleme bereiteten und die Länge der Sehnsucht nicht in Generationen gemessen wurde. Nach der Pokerrunde dämmerte ihm, dass es klug wäre, sich darauf vorzubereiten, das zu werden, was Griechen von nah und fern in diesem Jahrzehnt wurden: Gastarbeiter. (Ein Fachbegriff, heute kaum noch gebräuchlich.) Außerdem hatte ihm Stella zugeflüstert, er solle mit Efi sprechen, so lange es noch ging. „Es gibt nur eine Herzdame im Spiel.“

Deshalb.

 

 

© Carl Hanser Verlag, München, 2011

Rezensionen

„,Der letzte Grieche‘ ist vor allem auch ein Sprachlabor, in dem etwas Besseres als die Nation erzeugt wird: eine Identität, die keine Ausschluss-Ideologien mehr braucht. Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft in diesem so poetischen wie politischen Roman.“ – Jutta Person, Süddeutsche Zeitung, 5. März 2011

 

„,Jeder Mensch muss selbst entscheiden, wie er andere in Erinnerung behalten möchte‘, glaubt Jannis. Auch Aris Fioretos hat diese Entscheidung gefällt. Daraus hervorgegangen ist ein überraschender, erschütternder und kluger Roman mit einem Schuss Wahnsinn, bei dem man am Ende gleich wieder von vorn anfangen möchte, weil er sich wie jedes gute Buch auch ganz anders lesen ließe.“ – Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12. März 2011

 

„Es ist ein großer Moment, wenn Literatur und Liebe verschmelzen und dasselbe sind.“ – Helmut Böttiger, Die Zeit, 21. April 2011

 

„ Auch wenn ,Der letzte Grieche‘ dramaturgisch in der Katastrophe endet – in seinem komödiantischen, auf der Stelle tänzelnden, variantenreichen, brillant selbstbezüglichen Erzählgestus entfaltet der Roman auch in seinen ruhigen Momenten grosse poetische Präsenz.“ – Manuel Gogos, Neue Zürcher Zeitung, 28. April 2011

 

„Man stelle sich eine wilde Mischung aus Gabriel García Márquez und Thomas Pynchon vor.“ – Daniel Schreber, Cicero, 7. März 2011

 

„Genialisch . . . ein Emigrationsroman im reinsten Sinn des Genres.“ – Ursula März, Deutschlandfunk, 20. Februar 2011

 

„Aris Fioretos hat einen handwerklich virtuosen und berührenden Roman vorgelegt. Obwohl Jannis Georgiadis Züge einer Schelmenfigur trägt – woran auch sein in der deutschen Übersetzung wunderbar wiedergegebenes Radebrechen in der fremden Sprache denken lässt –, erzählt er letztlich eine tragische Geschichte voller Sinnlichkeit, enzyklopädischer Wissenspartikel und historischer Fakten über Heimatlosigkeit und Vertriebensein. Und darüber, wie sehr, trotz aller Unterschiede, jeder Mensch mit jedem Menschen verbunden ist.“ – Carsten Hueck, DeutschlandRadio Kultur, 16. März 2011

 

„Da immer wieder, und auch in den absurdesten Zusammenhängen, die Forderung nach Welthaltigkeit in der Literatur erhoben wird: In diesem Roman findet sie sich. Zur Welthaltigkeit gehört eben nicht nur Erfahrung, sondern auch reflexives Vermögen und intellektuelle Durchbildung. Über beides verfügt Aris Fioretos ohne Zweifel . . . Diese Anerkennung ist gleichzusetzen mit einer erneuten Annäherung an sich selbst. Fioretos ist ein starker, ungemein vokabelreicher und kluger Autor“ – Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau, 23. März 2011

 

„Man kann diesen Roman nur loben: für seinen Witz und seine Raffinesse ebenso wie für die Fülle an Wirklichkeiten, die er vor dem Leser ausbreitet.“ – Christoph Bartmann, Literaturen, 1. April 2011

 

„Dieser titanischer Roman . . . Lawrence Sternes Tristram Shandy oder James Joyces Ulysses, [werden] hier in etwa auf Augenhöhe zitiert“ – Denis Scheck, Literatur im Foyer, 10. März 2011

 

„Ich finde ihn einen wunderbaren Roman. Ich bin ganz beglückt davon. . . . Es ist ein sehr, sehr schöner Roman, ein sinnlicher Roman, der die wunderbare Idee hat, das in uns alles Mögliche ablagert, und das die Zeit eben überhaupt nicht linear verläuft in unseren Körpern. . . . Wie das alles in einander, es ist großartig gelungen.“ – Felicitas von Lovenberg, Literatur im Foyer, 10. März 2011

 

„Aris Fioretos’ ,Der letzte Grieche‘ ist ein handwerklich äußerst raffinierter, melancholischer Roman über jene ,Phantomschmerzen‘, die der Mensch über die verlassene Heimat und Familie, sowie die verlorenen Freunde spürt.“ – Monika Stranakova, Literaturkritik, 24. März 2011

 

„Ein beeindruckender Roman“ – Andreas Schäfer, Tagesspiegel, 6. März 2011

Der letzte Grieche

Roman · Originaltitel: Den siste greken · Übersetzung: Paul Berf · München: Hanser, 2011 · 416 Seiten · Umschlag: Peter-Andreas Hassiepen · Umschlagfoto: aus dem Privatbesitz des Autors

ISBN: 978-3-446-23633-2

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Klappentext

Möt Jannis Georgiadis – leende, muskulös och med Robert Mitchum-grop i hakan. En vinterdag 1967 kliver han in på den kirurgiska mottagningen i Kristianstad, och blir kvar i Sverige. Vi får träffa honom som plattfotad son och drömsk herde, som byggherre, make och far, men även som bilist på E70 utanför Zagreb en blytung novembereftermiddag. Han spelar krocket som en (halv) gud och vet det mesta om vatten i dess olika former.

Bakom porträttet står den fiktive berättaren Kostas Kezdoglou. I ett hundratal tablåer redogör han för den grekiska diasporan från branden i Smyrna 1922 till 60-talets gästarbetare.* Men varför skriver han på registerkort? Och varför en biografi över vännen Jannis? Den siste greken visar sig vara en berättelse om kärlek, vänskap och svek. Och förstås om greker som alltid är ”goda för en överraskning i sista sekunden” …

Aris Fioretos nya roman** porträtterar en människa som anser sig bestå av andra människor. Det har blivit en gripande skildring av migrationens lycka och förbannelse, om löften, längtan och sparvars vingdarr. Kort sagt: en roman om äventyrliga hjärtan.

 

* Noga taget rör det sig om ett supplement till den omtalade Encyklopedin över utlandsgreker, utgiven på Diaspora Press från 1928 och framåt.

** Baserad på en osann historia.

 

*

 

Aris Fioretos debuterade 1991 och har sedan dess givit ut en rad – också internationellt uppmärksammade – böcker. Senast utkom essäsamlingen Vidden av en fot, 2008. Den siste greken är hans tredje roman och har redan sålts till utlandet.

Fioretos har erhållit priser både i Sverige och utomlands och även översatt Paul Auster, Friedrich Hölderlin och Vladimir Nabokov till svenska. Mellan 2003 och 2007 var han kulturråd vid Svenska ambassaden i Berlin. Han skriver regelbundet kritik i Dagens Nyheter.

Auszug

Förord

 

Kostas Kezdoglou dog den 6 februari i år på lasarettet i Lund. Ett liv tillbringat med röda Prince tog ut sin rätt. När systern Efi gick igenom kvarlåtenskapen hittade hon en låda som brodern fått av sin hustru vid ungefär samma tidpunkt som denna bok kommer att upphöra. Den var av obehandlad furu, tjugo centimeter bred och tjugofem djup, med en höjd på cirka hälften. På en Post-It-lapp stod mitt namn och telefonnummer, samt uppmaningen att jag skulle göra vad jag ansåg ”bäst för innehållet”. Några dagar senare lyfte jag på locket och fann hundratals tätt packade gula registerkort. Översta linjen var vinfärgad som vecket i en handflata, de övriga tretton ljusgrå som insidan av himlen. Vissa var fullklottrade, andra nästan tomma. När ett kort inte räckt till för ett ämne hade författaren använt flera. Således fanns många packar som hölls ihop av gem eller gummiband. Överst förekom i regel en rubrik som underlättade orienteringen. Det tog några minuter att vänja sig vid handstilen, sedan framgick att Kezdoglou ägnat sina sista fyrtio dagar åt oavslutade handlingar i det förflutna.

Efter samtal med Efi bestämdes att jag skulle försöka ge ut manuskriptet. Av allt att döma betraktade hennes bror det som fullbordat. Jag har rättat språkfel som är typiska för invandrade greker men låtit stilistiska egenheter kvarstå. Likaså har kortens ordning lämnats orörd, även om det känts frestande att sortera om dem och göra framställningen rakare. Jag antar att Kezdoglou velat visa att kronologier är relativa. Redigeringsarbetet utfördes i hans gamla arbetsrum, där också dessa rader skrivs på vad som skulle ha varit hans födelsedag. Likväl publiceras texten inte utan tvivel, som jag önskar redovisa i det följande. Innan det sker måste bakgrunden dock tecknas, annars riskerar denna ”fackbok” att framstå som egendomligare än den är.

Vi skriver år 1922. I Smyrna hörs skrik och glas som krossas, skenande hästar och något som kunde vara teateråska men inte är det. Eftersom författaren strax skall skildra vad som skedde när den grekiska minoriteten fördrevs av Atatürks trupper vill jag inte gå händelserna i förväg. Men jag måste nämna att hans mormor tvingades ut på en av dödsmarscherna. Eleni skulle fylla trettioåtta denna höst och vandrade med de greker och djur som rörde sig i kolonner ut ur den galna staden. Många omkom, andra försvann. På senhösten lyckades hon ta sig över till Cypern. Hon bar en broderad vinterkappa som skydd mot den styva kulingen, under armen höll hon ett knyte med foton, ett smuligt läppstift och den hemmagjorda backspegeln från familjens Austin Seven. Hon var tapper, hon var otröstlig, hon hade nyligen förlorat en make och två av tre barn.

Efter några månader i den stad som grekerna kallade Ammóchostos och andra Famagusta gick Eleni ombord på ett lastfartyg med destination Thessaloniki. Under åren som följde kände hon sig som en spindel utan ben. Tankarna upptogs helt av de förlorade, hon var sjuk av saknad. Senare skulle hon träffa en änkling med egna barn och åter bilda familj. Men under denna första tid framstod blotta tanken på en ny existens som förräderi. ”Fantomsmärta”, brukade hon säga till den som orkade lyssna, ”jag består helt av den jämmerliga saken.” Först när änklingen – en brevbärare från en by i bergen – besökte huvudpostkontoret där hon funnit arbete märktes en förändring. Och efter händelser som det är bättre att andra får skildra började hon nedteckna minnen av en värld som förvandlats till utland.

Med tiden växte högarna av gamla kuvert och telegram på vilka hon skrev. Då hon erinrade sig forna bekanta behövde hon veta vem föräldrarna var, vilket ledde till frågor om varifrån släkten kom, till händelser, hemligheter och suddiga, nästan osynliga avtryck i historien. Insikten att ingen människa är en ö, ingen företeelse avskild, utgjorde en källa till både hopp och förtvivlan. Trots att Eleni gladdes över framstegen insåg hon att hon inte mäktade med att ensam rädda minnet av alla förlorade landsmän. Efter flykten hade väninnor bosatt sig i Patras och Pireus, men också på så fjärran orter som Fulda, Toronto och Melbourne. Hon hörde sig för och flera erbjöd hjälp. Ett tips gav ett annat, en ledtråd en annan, och på bara några månader skapade tolv kvinnor en miniatyrvärld försedd med gränder, boulevarder och torg. Här och var syntes byggnadsställningar, och på flera ställen fattades ännu en eller annan dimension, men man lät sig inte bekommas. Under en sommar med vindruvor stora som kastanjer arbetade Eleni om brevsvaren till lexikonposter som hon kopierade i tolv exemplar, och lagom till tobaksskörden lät hon binda in dem hos sömmerskan i en grannby. När bönderna brände åkrarna skickade hon skriften i samtliga väderstreck. Detta blev första delen av Encyklopedin över utlandsgreker, ”utgiven” i Neochóri senhösten 1928.

Då väninnorna fördjupade sig i vedermödorna upptäckte de att det fanns flera gestalter som väntade på att få namn och ansikte. Mer bekymmersamt var emellertid att Eleni inte sållat sanningarna från sägnerna. Visserligen insåg de att drömmen om en återskapad gemenskap med allt från förtroenden och förälskelser till böneutropare och cirkusartister skulle förbli just det: en drömvärld. Men inte därför att de saknade hängivenhet eller tålamod, utan för att uppgiften i sig var omöjlig. Oviljan att ge en enda erinran förlorad hotade att spränga företaget inifrån. Om kollegan inte drog en gräns i tiden, inte skilde mellan rykten och fakta och inte prövade vittnesmålen, skulle världen så småningom anta så sällsamma proportioner att det krävdes mer än en Atlas för att uppbära den. Dessutom kunde ingen vara säker på att vad som skapades var ett tempel och inte en sophög. Efter en hetsig korrespondens 1929–30 enades man således om ”nya spelregler”, som Athanassia Osborn i Astoria, New York, uttryckte saken med nyvunnen amerikansk direkthet.

Fyra år senare återutgavs det första bandet, denna gång hälften så tjockt men dubbelt så tillförlitligt. Från att ha samlat önskningar och fantasier som bara rörde greker från Smyrna, övergick väninnorna – som numera kallade sig ”Clios biträden” – till att koncentrera sig på fakta om alla sorters landsmän i förskingringen. Trots allt var smyrnioten endast ett sätt på vilket en grek kunde vara. Det avgörande problemet var inte de breda avenyerna genom historien med dess myller av tvärgator och återvändsgränder, utan förhoppningarna som färdades på dem. ”Varenda grek”, heter det i Osborns reviderade förord (man hör den disputerade etnologen), ”utgör en komplikation av det grekiska. Vi drivs inte av någon stor idé, utan av en liten förhoppning: att undantaget bekräftar landsmannen. Något annat vore en katastrof, vilket vi sett nog med prov på under detta korta, grå sekel.”

Tålmodigt synades de rykten och hågkomster av vilka en människa består i andra människors tankar. Vilda gissningar och förskönande omskrivningar gallrades ut tills endast uppgifter kvarstod som styrktes av oberoende källor. ”Dikten har alltid varit ett gift för greker”, påpekade doktor Osborn när hon strök en obekräftad utsaga. ”Låt oss hellre ta med för lite än för mycket.” Materialet måste säkras medan det ännu ”levde”, ty när folk dog av andra skäl än att de var greker fanns risken att minnena inte skulle gå att bekräfta, hur vackra eller plågsamma de än tedde sig. Ingen artikel fick emellertid publiceras förrän föremålet för uppmärksamheten avlidit, ty en grek var ”god för en överraskning även i sista sekunden”. När stoffet förelåg ombesörjdes en renskrift och med jämna mellanrum, när man samlat in tillräckligt med dollar eller dinarer, utkom ett nytt band på Diaspora Press.

Kanske finns det läsare som stött på dessa trådbundna trycksaker i mjuk pärm? I så fall vet hon att biträdena kämpade mot hinder: bränder, världskrig, lungsot, dikt, ålderdom, diktaturer … Samt en hel del annat. Till exempel bly av olika slag – däribland typerna som användes för att sätta deras böcker. Elenis brevbärare avled när sjätte delen gått till tryck. Nu följde ett uppehåll i utgivningen, eftersom dubbelänkan inte visste vad hon skulle sörja mer: landet hon tvingats lämna eller det vacklande brofästet i det nya. Väninnorna skrev enträgna brev, alla förgäves, och fortsatte efter några år på egen hand. Barnbarnen skulle minnas hur deras jiajiá satt vid sekretären om eftermiddagen, apatiskt strykande sin vinterkappa, osäker på om hon överlevt tiden eller om tiden överlevt henne. Ibland hände det att Kostas – uppkallad efter morfadern och författare till de följande sidorna – gick in till henne, särskilt när han blev äldre och plågades av de ringa kraven i skolan. Då tog Eleni, som bara var hans styvmormor, med honom till ett förflutet som hon menade tillhörde honom lika mycket. Hon berättade om sorger och förvirring, hon skildrade jubel och häpnad, och hon frågade om en grek någonsin blev av med Den Jämmerliga Saken. När barnbarnet sedermera lämnade landet återupptog hon slutligen arbetet. Kort därpå dog hon.

Jag har uppehållit mig så utförligt vid denna bakgrund därför att jag tror att den säger något om Kezdoglous supplement. Efter hustrun Agnetas död i bröstcancer den 28 december i fjol måste han ha känt den egna tiden rinna ut. Kanske redovisar han inte ett helt liv. Ändå innehåller furulådan ett unikt öde, fångat under några få men formande skeenden som sträcker sig över flera generationer. Att han redogör för en annan person behöver dock inte betyda att han är mindre partisk. Jag har i alla fall svårt att undgå intrycket av att han speglar sig i porträttet, trots att det första en historiker får lära sig är att hålla lämplig distans till den porträtterade.

Kezdoglou tycks ha anammat sin hjältes uppfattning: människor består av andra människor. Enda sättet att göra dem rättvisa är att ta fasta på en materialsituation som ingalunda begränsar sig till ett fodral av hud, ben och lite inre organ, däribland det hjärta som för berättarens del skulle drabbas av en fatal infarkt. Föresatsen väcker sympati men inger även tvivel. Varför tillstår han inte de poetiska friheterna? Varför låter han levnadsteckningen glida mellan sak och spekulation utan att säga vad som är vad? Ena gången påstår han att uppgifterna grundas på pressklipp eller personliga samtal. Han döljer emellertid källorna bakom pseudonymer och behandlar betraktelser som inte återförs på sagesmän som vore de eftergifter åt det mänskliga behovet av lite lokalkolorit. Andra gången lutar han sig mot en vägg av lösa antaganden. Direkta repliker kan endast tas med en nypa salt, och bara för att han hänvisar till sig själv i tredje person – sannolikt för att härma uppslagsverkets neutrala ton – försvinner inte den personliga gestaltningen. Arrangemanget med registerkort antyder rentav att Kezdoglou dristat sig att skapa en handling snarlik romanens, antagligen av missbelåtenhet med livets torrskaffning (fakta). Ty vad annat innebär talet om konståkning och krocket, för att bara nämna ett par företeelser i vilka huvudpersonen fann en okomplicerad glädje, men vars lösa tåtar tvinnas till en tråd som boken vill få oss att tro har samma färg som vecket i en handflata?

Det är glädjande att författaren tar oss med till några av de lycko- och olycksplatser som förekommer i alla liv. Det är glädjande att han presenterar orter och figurer i såväl fantasin som Makedonien som lätt glöms bort. Men för den som synar skriften i sömmarna, för den som vill använda den till att förstå ett 1900-talsöde något bättre, framstår redogörelsen som retfullt undanglidande – mångordig i situationer där ett adjektiv skulle räcka, stum i lägen där ett lexikon vore på sin plats. Jag har en känsla av att Kezdoglou plågats av ”micket” dåligt samvete. Frågan är varför. Och frågan är varför han trots händelserna som föregick tryckningen av vad som skulle bli det sista bandet 1969 – då en oväntad upptäckt gjordes och ett bokbål improviserades på en bakgård i södra Sverige –, varför han trots ”incidenten i Lund”, som den kom att kallas i handplockade kretsar, valde att återvända till scenen för sitt nederlag. (Jag talar om förstås litteraturen med stort L.) Efter att ha redigerat materialet kommer jag bara på ett svar: han söker upprättelse. Å vems vägnar får läsaren själv avgöra.

När jag för sista gången låter fingrarna vandra över korten, från förhistoriens 1800-tal med dess sotiga nischer till dagens ljusa och praktiska vardagsrum, är det denna opålitlighet som faller i ögonen. Underligt nog fyller den mig med ömhet – för ishockeyspelarna i Tollarps IK med deras överdimensionerade tröjor och snusfärgade spottloskor, för de uppdiktade pojkarna som besökte huvudpersonen i rummet intill oljepannan, för deras mor med den perfekta frisyren och de väldoftande armhålorna, och givetvis för hennes man som när han fick se pansarvagnarna rulla genom Atens gator utbrast: ”Detta är den svartaste fredagen i månaden aprils historia” – ja, för varenda 1/1-, 1/2-, etc. grek på de orter där de följande scenerna utspelar sig, men även för det förflutnas myggor, kylskåp och örngott, för dess getter, tändstickor och tiodrachmersmynt, för den ”fagra bagardotter” som för hundra år sedan gjorde en döv älskare ledsen men historien en tjänst, samt för den anonyme gentleman som ett par sekel tidigare ställde ifrån sig sin shandy och uppfann krocketen. Och naturligtvis för detta mysterium med pomaderat hår: ”Jannis Georgiadis”. Ty så kallas hjälten i lådan …

Men nu börjar jag låta som Kezdoglou. Må han vila i frid. Ett par saker till bara. Förmodligen är jag den ”Anton Florinos” (*1960) som omnämns här och var. När jag fick registerkorten i mina händer var jag dock osäker på om det var en varelse med hud och hemoglobin. Uppriktigt sagt vet jag fortfarande inte vad jag skall tänka. Fast numera stör mig ovissheten mindre. Som ”Jannis” sade när jag nådde honom på mobilen och han avböjde att ta del av materialet: det är varje människas ensak hur hon föredrar att minnas andra. Säger det sig inte självt att hågkomsterna rör sig likt textilier kring en naken kropp som ingenstans är fast? Vatten bundet i föränderliga former: möjligen är ingen av oss mycket mer.

Vid ett tillfälle utnämns den porträtterade förresten till ”den svenske Herakles”. Det vore en fin titel på en bok. Men inte denna. För övrigt undrar jag vad Clios biträden skulle ha sagt om de fått höra att han fortfarande lever, medan porträttören är död. När jag härmed lägger locket på en gång för alla är det svårt att inte erinra sig ett par rader som Kezdoglou citerar: ”En främling hemma, främling borta, / Främling ännu här i paradiset.” Kanske passar orden bättre in på författaren där han vilar i sin trälåda av helt andra dimensioner? Ytterligare en rad ur samma verk gör sig påmind: ”Kom, fast försent, min fromma hjältesång” …

 

Aris Fioretos

Sparta, 2009

Rezensionen

”Man kan bara lovprisa denna roman: lika mycket för dess vits och raffiness som för den rikedom på verkligheter som den erbjuder läsaren.” – Christoph Bartmann, Literaturen

 

”Fioretos språk tillhör det vackraste man kan läsa på svenska: ofta är det så musikaliskt och vackert att man som läsare bara kan hysa den största tacksamhet, mot detta förbluffande mastodontverk, lika omöjlig att göra rättvisa med en kort anmälan som det är att motstå den som nöjesläsning. Med ett ljust leende viker jag ihop den här bastanta volymen, som alltså är utförd med sådan lätthet att dess text på något sätt känns viktlös, som om orden bara har blivit utlånade för att dansa fram sin stund över sidorna. Denna roman är lika intelligent som den är vacker: förbluffande stilig, och det är med en elegisk känsla läsaren måste låta läsningen ta slut.” – bernur.blogg.se

 

”Det är ett stort ögonblick när litteratur och kärlek smälter ihop och blir detsamma.” – Helmut Böttiger, Die Zeit

 

”Det utgår en närmast magnetisk dragningskraft från Aris Fioretos nya roman Den siste greken. Den är orubbligt originell och myllrande infallsrik. Den är skriven med ett ömsint tonfall och en behärskad kärleksfullhet som förmår pressa tårar ur det torraste stenhjärta. . . . Det är en mycket osvensk roman som ändå blir svensk som en – ja, vad? – en grekisk Dalahäst. Aris Fioretos, som framstår som en alltmer befriande egensinnig författare, skriver i en bred och livskraftig europeisk tradition som han respektlöst men med bibehållen aktning förvandlar till något eget och originellt. Hur orimligt det än kan låta så är Den siste greken som ett möte mellan Vilhelm Moberg och Jorge Luis Borges. . . . Genomförandet superbt i sin stilistiska briljans, sin litet torra men drabbande humor, sin mänsklighet och klarsynta insiktsfullhet. Den siste greken är på en gång både sorglig och hoppfull, men framför allt gripande – ja, hjärtskärande – genom sitt ömsinta vemod.” – Crister Enander, Helsingborgs Dagblad

 

”Den splittrade formen speglar en idé om människan. Den rymmer sin egen nödvändighet. Det innebär dock inte att läsningen blir splittrad. Aris Fioretos skriver den här gången med en ironisk och sarkastisk lust som gör det till en sannskyldig fröjd att läsa hans nya roman. De bitande kommentarerna är legio, både när det gäller de slitna hjältarnas avväpnande livslögner, historiefixering och samhällsförhållanden. Men det går också ett tragiskt stråk genom hela romanen, från massmorden i Smyrna via Jannis barndom till sveken i Skåne. Fast den tragiska insikten förtar aldrig humorn. De balanseras inte, de existerar i egen rätt. I Aris Fioretos roman liksom i livet.” – Magnus Eriksson, Svenska Dagbladet

 

”Även om Den siste greken dramaturgiskt sett slutar i en katastrof, utvecklar romanen genom sitt komediartade, dansanta, variationsrika och briljant självreflekterande berättande även i lugna ögonblick en stor poetisk närvaro.” – Manuel Gogos, Neue Zürcher Zeitung

 

”Aris Fioretos har skrivit en hantverksmässigt virtuos och rörande roman. Även om Jannis Georgiadis bär drag av en skälm . . . berättar romanen en i sista hand tragisk historia full av sinnlighet, encyklopediska kunskapspartiklar och historiska fakta om hemlöshet och hur det är att fördrivas. Samt hur varje människa trots alla skillnader är förbunden med alla andra.” – Carsten Hueck, Radiofeuilleton Kritik, Deutschlandradio Kultur

 

”Låt mig genast säga att Den siste greken är en fantastisk roman, mångskiktad, underhållande och gripande. En vemodigt skimrande traktat om kärlekens irrvägar, sorger och skönhet och om den skavande hemlängtan som bara den som lämnat allt bakom sig kan känna. Aris Fioretos låter språket och fiktionen dansa och snurra och får åtminstone den här läsaren att jubla inför alla underfundiga formuleringar, omtumlande tankegångar och krockande tidsskikt. Romanen är berättad i första person pluralis, ett undflyende men likväl påtagligt ’vi’, vars röst klingar både myndigt allvetande och storögt undrande, både svalt frånvarande och brännande nära. Och när punkt slutligen sätts på sidan 385 vill man bums börja om från början igen. . . . Den siste greken innehåller oerhört mycket mer än det jag lyckats förmedla här, genomsyrad som den är av små och stora skeenden, engagerande bifigurer och ett överflöd av betydelsebärande detaljer. Baserad på en osann historia eller ej – sann är den här romanen hur som helst, så förunderligt sann som bara livet självt och en vackert vävd fantasi kan vara.” – Eva Johansson, Dagens Nyheter

 

”’Varje människa måste själv bestämma hur hon vill minnas andra’, tror Jannis. Även Aris Fioretos har bestämt sig. Det har lett till en överraskande, hänryckande och klok roman med en pris galenskap, som man genast vill läsa om när man nått slutet.” – Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

Den siste greken är en bok om grekiskt vemod, saknad, kärlek i många bemärkelser, minnet, tiden och det problematiska identitetsbegrepp som infinner sig så fort vi försöker definiera vad en människa är. Det är också en berättelse om det nyss passerade 1900-talet och dess myller av människoöden som in på bara skinnet fick känna på följderna av de vidriga krigen: alla krigsoffer, de fördrivna och stupade eller utrotade. Och alla de flyktingar som i grunden tvingades ompröva vad som menas med ett hem eller en hembygd. Kanske allra mest handlar boken om emigrationens villkor med drömmarna om en bättre framtid och samtidigt om förlusten av familj och nära anhöriga, bygemenskap, allt invant och sådant som en gång svarade för en bastrygghet i tillvaron . . . Den siste greken [har] blivit en mångbottnad, djupt gripande och överdådig kärleksroman. För att inte tala om all den humor av speciellt grekiskt slag . . . [N]u knackar ett nytt och betydande författarskap på dörren till den svenska parnassen och begär företräde. Vår inhemska litteratur är att gratulera till Aris Fioretos genombrott som författare med Den siste greken, som ligger så nära ett mästerverk det går att komma.” – Bo-Ingvar Kollberg, Upsala Nya Tidning

 

“Jag tycker att det är en underbar roman. Jag blir alldeles lycklig. . . . Det är en mycket, mycket vacker roman, en sinnlig roman som har den underbara idén att allt möjligt finns avlagrat i oss och att tiden inte förlöper linjärt i våra kroppar. . . . Hur allt löper in i vartannat [i denna roman], det är storslaget genomfört.” – Felicitas von Lovenberg, Literatur im Foyer, SWR Fernsehen

 

”[Den siste greken] är en stor, om än fragmentarisk familjeroman, en fantastisk och unik livshistoria, dessutom ett migrantepos och ett historiskt utkast till den grekiska diasporan under 1900-talet. . . . Romanen erbjuder ingen av dessa sedvanliga migrationshistorier. Den går långt därutöver – i sin originella form och i vad den har att berätta om det migratoriska, tvångsflexibiliserade livet i Europa under 1900-talet.” – Sigrid Löffler, Kulturradio, Radio Berlin-Brandenburg

 

”Vill man ta sig an sin litteratur som man tar sig an ett strategispel, samlad och skärpt, vill man ha ett komplicerat kopplingsschema att bringa reda i, då finns det här. Och man blir belönad, rikligt, när man mot slutet får se romanen breda ut sig till skimrande nät av oändligt många cirklar.” – Martina Lowden, Kulturnytt

 

“[Den siste greken] berättar hur migration i sig utgör en antropologisk konstant. . . . Vad jag finner så fantastiskt är att berättaren själv, denna berättarstämma har något mycket, mycket barockt, och det är ovanligt idag. . . . Romanen är språkligt mycket omväxlingsrik. Här märker man hela delikatessen hos en gentleman när han betraktar livet.” – Ijoma Mangold, Literatur im Foyer, SWR Fernsehen

 

”Genialisk . . . en emigrationsroman i genrens renaste bemärkelse.”– Ursula März, Buch der Woche, Detuschlandfunk

 

”På ytan är romanen full av upptåg, skrönor och fantastiska historier. Stort och smått, allt ges samma värde. Det känns faktiskt helt rätt att pärmen till denna gripande, starka roman pryds av en geometrisk figur som visar sig vara ett schematiserat krocketparti. Men den hämningslösa berättarglädjen är bara romanens ovanskikt. Fioretos famnar långt djupare än så. Hans roman ställer frågor som rör det allra viktigaste: vad är det att vara människa och leva bland människor? Vad är det att minnas? Att älska? Jannis funderar återkommande på vad som är hans kärna, det som håller samman honom som människa. Varje gång är svaret nytt, och lika sant. . . . Den siste greken är storartad underhållning. Men framför allt är det en stark roman om att höra hemma i världen. Den må vara baserad på en osann historia, men den klingar allt annat än falskt.” – Karin Nykvist, Sydsvenska Dagbladet

 

Den siste greken är först och främst ett språklaboratorium, i vilket något bättre än en nation skapas: en identitet som inte längre behöver några uteslutningsideologier. Det är kanske det viktigaste budskapet i denna lika poetiska som politiska roman.” – Jutta Person, Süddeutsche Zeitung

 

”[Den siste greken] griper en känslomässigt lika starkt som Borta med vinden, men är så underbart raffinerat och djärvt konstruerad i sitt berättande att man bara kan beundra dess briljanta intelligens.” – Denis Scheck, Druckfrisch, ARD

 

“Sådana böcker är sällsynt vara . . . Här stöter en omfattande magisk berättelse på en djärv, postmodern konstruktion. Man får föreställa sig en vild blandning av Gabriel Garcia Márquez och Thomas Pynchon. . . . Så uppstår ett virtuost panorama som i sista hand blir en sinnebild för de komplexa migrationsrörelser, förbundna med lika tragiska förluster som stora chanser, som kännetecknar det gångna århundradet.” – Daniel Schreber, Cicero

 

”Eftersom kravet på världsligt innehåll i litteraturen ständigt ställs: i denna roman finner man det. Därtill hör inte bara erfarenhet, utan även reflexiv förmåga och intellektuell bildning. Över bägge delar förfogar Aris Fioretos tvivelsutan . . . Fioretos är en stark, otroligt vokabelrik och klok författare[.]” – Christoph Schröder, Frankfurter Rundschau

 

”[En] imponerande roman” – Andreas Schäfer, Tagesspiegel

 

”Aris Fioretos Den siste greken är en hantverksmässigt ytterst raffinierad, melankolisk roman om den ’fantomsmärta’ som en människa upplever som lämnat sitt hemland, sin familj och sina vänner.” – Monika Stranakova, Literaturkritik

 

”[Den siste greken är] både en hjältesaga och en tragedi. För denne Jannis, denne Jannis. Han är sannerligen en katastrof. Han orsakar mordet på sin pappa, spelar bort stallet i poker, blyförgiftar sin farmor, ser sitt barn dö och döljer ett oerhört övergrepp mitt i sitt äktenskap. Men vem kan låta bli att älska honom? Jag tittar på omslagsfotot. Och jag önskar att det är autentiskt. För där står ju Jannis med krocketklubba i skånsk sommarträdgård och precis så måste han sett ut, med sidbena och uppkavlade ärmar – men blank som en marmorstaty. . . . Stilen är cool. Berättelsen ett upphettat myller. Att författa blir att behärska passionernas disciplin. Jag brottas med distanseringen när jag läser. Är det verkligen bra? Men när jag efteråt sneglar i mina anteckningar återvänder hela romanen som en lavin. Alla underliga gestalter. Alla märkliga sidoskeenden. Den stora politiken. Europa. Smärtan som måste kontrolleras. Jag har blivit djupt berörd utan att märka det.” – Per Wirtén, Expressen

 

Den siste greken är som en underbar Rubiks kub fast med ord och historia. Aris Fioretos blåser upp en alldeles egen bubbla som skimrar lite extra bredvid alla andras. Det är unikt och förbryllande, snyggt utan att förlora i själfullhet. Som att lyssna på en riktigt bra freestylerappare, fast i nästan 400 sidor och med en berättelse som håller hela den vägen. En av årets mest speciella läsupplevelser.” – Rebecka Åhlund, Borås Tidning

 

”Aris Fioretos nya bok Den siste greken är en tät roman, full av berättelser, insikter, nostalgi och historia. Den tar lång tid att läsa, och är oavbrutet spännande. . . . Ibland blir jag alldeles matt och måste lägga ifrån mig boken en stund. Men efter avslutad läsning inser jag plötsligt att Den siste greken hör till de romaner som jag vill läsa en gång till. Den är lärorik och minnesvärd. Och där finns kärleksskildringar som är otroligt vackra.” – Kajsa Öberg Lindsten, Göteborgs-Posten

Den siste greken

Roman · Stockholm: Norstedts, 2009 · 385 sidor · Omslag: Miroslav Sokcic · Omslagsfoto: Ett sedermera historiskt

krocketparti, sommaren 1967

ISBN: 978-91-1-301314-5

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Meet Yannis Georgiadis – beaming, muscular and with a Robert Mitchum dimple in his chin. One winter’s day in 1967 he steps into the surgical ward in Kristianstad, and ends up staying in Sweden. We meet him as flat-footed son and dreamy shepherd, as worker, husband and father, but also as motorist on the E70 outside Zagreb one leaden afternoon in November. He plays croquet like a (demi) god and knows nearly everything about water in its various forms.

Penning the portrait is the fictitious narrator Kostas Kezdoglou. Over a hundred-odd tableaux, he describes the Greek diaspora – from the fire ravaging Smyrna in 1922 until the guest workers of the 1960s.* But why write on index cards? And why a biography of his friend Yannis? The Last Greek reveals itself to be a tale of love, friendship and betrayal. As well as of Greeks, of course, who are always “good for a surprise at the last minute” . . .

Portraying a man who believes he is made up of other people, Aris Fioretos’ new novel is a moving account of the joys and curses of migration, of promises kept and of promises broken. In short: a novel of adventurous hearts.

 

* Strictly speaking it is a supplement to the legendary Encyclopaedia of Greek Exiles, published by Diaspora Press from 1928 onwards.

Based on an untrue story.

 

 

Aris Fioretos made his debut in 1991 and has since written a number of books, many of which have been acclaimed internationally as well as in Sweden. His most recent title was the essay collection Vidden av en fot (“The Width of a Foot”), published in 2008. The Last Greek is his third novel, and has already been sold to other countries.

Fioretos has received many awards in Sweden and abroad, and has also translated Paul Auster, Friedrich Hölderlin and Vladimir Nabokov into Swedish. Between 2003 and 2008 he was counsellor for cultural affairs at the Swedish Embassy in Berlin. He writes regularly for Sweden’s largest daily, Dagens Nyheter.

Auszug

Foreword

 

Kostas Kezdoglou died on the 6th of February this year at the University Hospital in Lund. A lifelong companionship with John Silver cigarettes took its toll. When his sister Efi was going through his personal effects she found a box that her brother had been given by his wife at about the same time as this book will end. It was of untreated pine, twenty centimetres wide and twenty-five deep, with a height of half that. Stuck to it was a Post-It note with my name and number, urging me to do what I thought “best for the contents”. A few days later I opened the lid and found hundreds of tightly packed yellow index cards. The top line was red with a hint of purple, like a crease in the palm of your hand, the other thirteen as pale grey as the inside of the sky. Some were covered in scrawled notes, others almost empty. When one card had not been enough for a subject, the author had used several, so there were many packs held together by a paper clip or a rubber band. The top card usually had a title, which made searching easier. It took a few minutes to get accustomed to the handwriting, then it became evident that Kezdoglou had dedicated his final forty days to incomplete actions in the past.

Following conversations with Efi it was decided that I should do what I could to get the manuscript published. As far as we were able to tell her brother had regarded it as finished. I have corrected mistakes typical of immigrant Greeks, but left peculiarities of style alone. Similarly, the order in which the cards were found has been left untouched, even if the temptation has been strong to sort them out and make the account more linear. I suppose Kezdoglou wanted to show that chronologies are relative. The material was edited in his old study, where these lines are also being written on what would have been his birthday. My publication of the text is nevertheless accompanied by a few doubts, which I wish to describe in what follows. First, though, the background must be outlined. Otherwise Kezdoglou’s stab at “non-fiction” risks coming across as odder than it is.

It is 1922. In Smyrna, there is the sound of shouting and shattered glass, of bolting horses and something that could be a thunder machine but isn’t. Since the author is about to describe what happened when the Greek minority was expelled by Atatürk’s troops, I don’t wish to anticipate events. But I must mention that his grandmother was forced out on one of the death marches. Eleni, who was going to be thirty-eight that autumn, walked with the Greeks and animals who poured in columns out of the mad city. Many perished, others disappeared. Towards the end of that year she managed to get a passage to Cyprus. She wore an embroidered winter coat to protect her from the fresh gale, and under her arm she held a bundle containing photographs, a crumbling lipstick and the homemade rear view mirror from the family’s Austin Seven. She was brave, she was inconsolable, she had just lost a husband and two of her three children.

After a few months in the city the Greeks called Ammóchostos and others Famagusta, Eleni boarded a freighter destined for Thessaloniki. In the years that followed she felt like a spider without legs. Her thoughts were wholly occupied with those she had lost, she was sick with bereavement. Later she would meet a widower with children of his own, and form a new family. But during this first period the mere thought of a new existence seemed like a betrayal. “Phantom pain”, she used to say to those who could bear to listen, “I am made of nothing but that wretched thing.” It wasn’t until the widower – a postman from a mountain village – visited the central post office where she’d found employment that a change could be seen. And following events better described by others she began to write down memories of a world made foreign.

With time the piles of old envelopes and telegrams on which she wrote grew higher. When she recalled former acquaintances she needed to know who the parents had been, which led to questions about where the family was from, to events, secrets and to blurred, almost invisible imprints on history. Realising that no man is an island, no event isolated, was a source of both hope and despair. Despite feeling pleased with her progress, Eleni recognised that she wasn’t capable on her own of salvaging the memory of all her lost compatriots. After the flight, women friends of hers had settled in Patras and Piraeus, but also in such distant places as Fulda, Toronto and Melbourne. She made inquiries, and several of them offered help. One tip led to another, one clue to the next, and in just a few months the group of twelve women created a miniature world replete with alleys, boulevards and squares. Scaffolding could be seen here and there, and one dimension or other was missing in several places, but the women would not be discouraged. During a summer with grapes the size of chestnuts, Eleni reworked the letter responses into encyclopaedia entries of which she then made twelve copies. In time for the tobacco harvest, she had them bound at a seamstress’s in a neighbouring village, and as the peasants were burning the fields, she sent the books off to the four corners of the globe. This was to become the first volume of The Encyclopaedia of Greek exiles, “published” in Neochóri in the late autumn of 1928.

When her friends pored over her efforts they discovered there were several characters still waiting to be given a name and a face. More troubling was that Eleni hadn’t separated tales from truths. The women certainly realised that the dream of a recreated community, complete with everything from confidences and love affairs to muezzins and circus artists, would remain just that: a dream world. But this was not because they lacked dedication or patience, it was because the task itself was impossible. The unwillingness to discard any recollection, even those without support in a collective past, threatened to break up the enterprise from within. If the colleague didn’t draw a line in time, didn’t distinguish between rumour and fact and didn’t check witnesses’ accounts, the world would eventually take on such peculiar proportions that it would require more than an Atlas to bear it. Moreover, no-one could be sure that what was being created was a temple and not a rubbish heap. After some animated correspondence in 1929-30, the women agreed on “a whole new ball game”, as Athanassia Osborn of Astoria, New York, put it with newly-acquired American directness.

Four years later the first volume was republished, half as thick as the original but twice as reliable. From having collected wishes and whims that only concerned Greeks from Smyrna, the friends shifted to focusing on facts about all sorts of compatriots in the diaspora. After all, Smyrnaean was only one of many ways to be a Greek. The main problem was not the broad avenues through history, with their myriad cross-streets and blind alleys, but the hopes that travelled them. “Every Greek”, we read in Osborn’s revised preface (you can hear the budding ethnologist), “constitutes a complication of what is Greek. We are not driven by some great idea, but by a small hope: that the exception proves the compatriot. Anything else would be a disaster, of which we have seen enough examples during this short, grey century.”

The sacrifices during this later phase of the work were considerable, but they were borne with equanimity. The women, now calling themselves “Clio’s aides”, sensed that if they were only diligent enough, the gallery would become so rich and varied that their place among historiographers would be assured. Herod, Xenophon, Strabo … The Encyclopaedia would do what no-one had managed to accomplish in three thousand years of Greek history: give a home to the brothers and sisters of the diaspora. Patiently they examined the rumours and recollections that make up a person in another person’s thoughts. Wild guesses and euphemisms were eliminated until only facts verified by independent sources remained. “Poetry has always been a poison for Greeks”, Dr. Osborn pointed out when she rejected an unverified statement. “Let us rather include too little than too much.” The material had to be secured while it was still “alive”, because when people died for other reasons than being Greek there was the risk that it would be impossible to confirm the memories, no matter how beautiful or painful. Still, no entry could be published until its subject had passed away, for a Greek was “good for a surprise even at the last minute”. When the material had been gathered, a typist would be employed to produce a clean manuscript, and at regular intervals, when enough dollars or dinars had been raised, a new volume would be published by Diaspora Press.

Perhaps there are readers who have come across these thread-bound, soft-covered publications. If so, they will know that the aides struggled against obstacles: fires, wars, tuberculosis, poetry, old age, dictatorships … And a few other things as well – such as lead of different kinds, including the types used to set their books. The postman died when the seventh volume had gone to the printers. A hiatus followed, since the double widow didn’t know what to grieve more: the country she had been forced to leave or the collapsing bridge to the new one. Her friends wrote urgent letters, all of them in vain, and after a few years continued on their own. The grandchildren would remember how their yiayiá sat at her writing desk in the afternoons, distractedly stroking her winter coat, unsure of whether she had survived time or time her. Sometimes Kostas – named after his maternal grandfather, and the author of the pages that follow – would visit her, particularly when he became older and felt tormented by the low demands made on him at school. Then Eleni, who was only his step-grandmother, would take him with her to a past she claimed belonged to him as much as to her. She’d tell him about sorrows and confusion, she’d describe jubilation and awe, and she’d ask whether a Greek ever got rid of That Wretched Thing. When her grandchild later left the country she eventually resumed her work. Shortly thereafter she died.

I have dwelt at such length on this background because I believe it says something about Kezdoglou’s supplement. After his wife, Agneta, died of breast cancer on the 28th of December last year, he must have felt his own time running out. It may be that he doesn’t describe a whole life. Yet his box contains a unique fate, captured in the course of a few but formative events that extend across several generations. The fact that he is describing another person need not, however, mean that he is any less partial. I, for one, find it difficult to avoid the impression that he is using the portrait as a mirror for himself, despite the historian’s first rule about maintaining an appropriate distance to his subject.

Kezdoglou seems to have adopted his hero’s view: people are made up of other people. The only way to do them justice is to accept a material situation by no means limited to a sheath of skin, bones and some internal organs, among them the heart which in Kezdoglou’s case would suffer a fatal stroke. The intention arouses sympathy but also inspires doubt. Why doesn’t he own up to the poetic freedoms? Why does he allow the biography to drift between substance and speculation without saying which is which? Sometimes he claims that the account is based on press cuttings or personal interviews. Yet he hides his sources behind pseudonyms and treats observations which cannot be attributed as if they were concessions to the human need for local colour. Other times he lets the story lean against a wall of loose assumptions. Direct speech can only be taken with a pinch of salt, and his habit of referring to himself in the third person – most likely in order to echo the encyclopaedia’s neutral tone – doesn’t in itself remove the personal interpretation. The arrangement with index cards even suggests that Kezdoglou has sought to create a novel-like plot, probably out of displeasure with the cold rations of life: facts. For how else are we to read the references to figure skating and croquet, to mention only a couple of activities from which the main character derived an uncomplicated joy, but whose loose ends are wound into a thread that the book would have us believe bears the same colour as the creases in the palm of your hand?

 It is nice that the author takes us along to some of the sites of delight and distress encountered in life. It is nice that he introduces places and people, both imaginary and in Macedonia, which are otherwise easily forgotten. But for anyone who reads the book closely, for anyone who wants to use it to understand a 20th century fate a bit better, the account appears annoyingly evasive – prolix in situations where an adjective would suffice, mute when a dictionary would be called for. I have a feeling that Kezdoglou has been plagued by a seriously bad conscience. The question is why. And the question is why, despite the events that preceded the printing in 1969 of what would be the last volume – when an unexpected discovery was made and a book-burning was improvised in a back yard in southern Sweden –, why he despite the “Lund incident” as it came to be known in hand-picked circles, chose to return to the scene of his defeat. (Obviously, I’m talking about literature with a capital L.) Having edited the material, I can only think of one answer: he is seeking redress. The reader must decide on whose behalf.

 

When, for the last time, I let my fingers wander over the cards, from the prehistoric 19th century with its sooty niches to the light-filled and practical living rooms of today, it is this unreliability that stands out. Oddly enough it fills me with tenderness – for the ice hockey players of Tollarps IK with their oversized jerseys and gobs of snuff-stained spit, for the boys who visited the main character in the room next to the oil-fired boiler, for their mother with the perfect coiffure and the sweetly-scented armpits, and naturally for her husband who when he saw tanks rolling through the streets of Athens exclaimed: “This is the blackest Friday in the history of the month of April” – yes, for every 1/1, 1/2 etc. Greek in the places where the following scenes are played out, but also for the mosquitoes, fridges and pillow cases of the past, for its goats, matches and ten-drachma coins, for the “fair baker’s daughter” who a hundred years ago, making a deaf lover sad, did history a favour, as well as for the gentleman who a couple of centuries earlier put his shandy down and invented croquet. As well as for this mystery with pomaded hair, of course: “Yannis Georgiades”. For that is the name of the hero in the box.

But now I am starting to sound like Kezdoglou. May he rest in peace. Just a couple of more things. I am probably the “Anton Florinos” (*1960) mentioned here and there. When I first received the index cards, however, I wasn’t sure whether this was a being with skin and skeleton. To be honest I still don’t know what to think. But the uncertainty bothers me less at this point. As “Yannis” said when I reached him on his mobile phone and he explained that he did not wish to peruse the material: it is every person’s own affair how he or she prefers to remember others. Is it not self-evident that the recollections move like textiles draping a body which is nowhere fixed? Water bound in changeable forms: possibly no-one is much more than that.

On one occasion the subject under discussion is named “the Swedish Hercules”. That would be a fine title for a book, but not this one. Also, I wonder what Clio’s aides would have said had they heard that he is still alive while the biographer is dead. As I now replace the lid once and for all, it is difficult not to recall a few lines quoted by Kezdoglou: “A stranger at home, a stranger away, / A stranger yet, here in paradise.” Are the words perhaps more apt for the author as he lies there in his wooden box of quite different dimensions? Another line from the same work springs to mind: “Come, though too late, my gentle hero’s epic”…

 

Aris Fioretos

Sparta, 2009

 

 

Translated from Swedish by Tomas Tranæus

Rezensionen

“Aris Fioretos’ major new novel Den siste greken [The Last Greek] spans several countries and generations. Smyrna 1922, Macedonia 1943, Sweden 1967 … Capturing the joys and curses of the immigrant worker, his portrait of Yannis Georgiades is att once playful and enchanting, with an extravagance of bitter-sweet events.” — August Prize Nomination citation

 

“You can only praise this novel: as much for its wit and sophistication, as for the riches of realities that it offers its reader.” — Christoph Bartmann, Literaturen

 

“Fioretosʼs language belongs to the most beautiful one may read in Swedish: often it is so musical and beautiful that, as a reader, you can only feel the greatest gratitude towards this baffling mastodont work of art” — bernur.blogg.se

 

“It is a great moment when literature and love merge and become one.” — Helmut Böttiger, Die Zeit

 

“The Last Greek is full of at once sorrow and hope, but above else gripping —  yes, heart wrenching — in its tender melancholy.” — Crister Enander, Helsingborgs Dagblad

 

“Aris Fioretos has written a virtuoso and gripping novel.” — Carsten Hueck, Radiofeuilleton Kritik, Deutschlandradio Kultur

 

“Let me say immediately that The Last Greek is a fantastic novel, multilayered, entertaining, and gripping. A bittersweetly shimmering treatise on the errant ways of love, sorrows, and beauty, as well as on the shafing longing that only he can experience who has left everything behind.” — Eva Johansson, Dagens Nyheter

 

“ʻEach person must decide for herself how she wishes to remember others,ʼ Yannis believes. Aris Fioretos, too, has decided. It has resulted in a surprising, exhilarating, and wise novel with a tad of madness, which you want to reread as soon as you have reached the end.” — Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

“To the extent that this has not previously been made clear: we have here a new and important writer knocking on the door to the Swedish Helicon and demanding access. Swedish literature is to be congratulated on the breakthrough of Aris Fioretos with The Last Greek, which is as close to being a masterpiece as it gets.” — Bo-Ingvar Kollberg, Upsala Nya Tidning

 

“I very much like this wonderful novel. I am utterly delighted. . . . It is a very, very beautiful novel, a sensuous novel which has the marvelous idea that everything is layered within us and that time does not run straight through our bodies.” — Felicitas von Lovenberg, Literatur im Foyer, SWR Fernsehen

 

“[The Last Greek] is a grand, if fragmented family novel, a fantastic and unique life story.” — Sigrid Löffler, Kulturradio, Radio Berlin-Brandenburg

 

“Genial . . . a migration novel in the purest sense of the genre.” — Ursula März, Buch der Woche, Deutschlandfunk

 

“The Last Greek is superb entertainment. But above all it is a powerful novel about belonging in the world. It may be based on an untrue story, but it rings anything but untrue.” — Karin Nykvist, Sydsvenska Dagbladet

 

”[DenThe Last Greek] is just as emotionally gripping as Gone with the Wind, but it so beautifully sophisticated and daringly construed in its narration that you can only admire its brilliant intelligence.” — Denis Scheck, Druckfrisch, ARD

 

“Imagine a wild mix of Gabriel Garcia Marquez and Thomas Pynchon.” — Daniel Schreber, Cicero

 

“[An] impressive novel” — Andreas Schäfer, Tagesspiegel

 

“The style is cool. The story like a steaming, teeming multitude. Writing becomes mastering the discipline of the passions. As I read, I struggle to maintain a distance. Is it really good? But afterwards, as I look through my notes, the whole novel pours over me again like an avalanche. All those strange characters. All those peculiar side events. The big politics. Europe. The pain that must be controlled. I’ve been deeply moved without noticing it.” — Per Wirtén, Expressen

 

“The Last Greek is like a wonderful Rubrikʼs cube, but made of words and history.” — Rebecka Åhlund, Borås Tidning

 

“Aris Fioretosʼs new book The Last Greek is a tight novel, full of stories, insights, nostalgia, and history. It takes a long time to read, and is incessantly suspenseful. . . . At times I I am depleted and must put the book aside for a moment. But having finished it, I realize The Last Greek belongs to the novel I will read again. It is instructive and memorable. And there are love scenes that are unbelievably beautiful.” — Kajsa Öberg Lindsten, Göteborgs-Posten

Den siste greken (The Last Greek)

Novel · In Swedish · Stockholm: Norstedts, 2009 · 385 pages · Cover: Miroslav Sokcic · Cover photo from private collection · English language rights available

ISBN: 978-91-1-301314-5

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